Tiergestützte Therapie PDF Drucken E-Mail


Sanjaya hat Therapiehunde im Einsatz

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Besuchen Sie auch die Labrador Zucht "von der Steinbuschkate" mit interessanten Berichten zum Thema Therapiehunde: www.steinbuschkate.de/therapiehunde.html

 

1. Allgemeines zur tiergestützten Intervention

2. Projekt Therapiehunde im Kindergarten & Kindertagesstätten: Termine s. u.


1. Allgemeines:
Die tiergestützte Therapie richtet sich auf drei wesentliche Wirkungsfelder:

Das Psychische
Das Soziale
Das Physische
    
Sie versteht sich als ganzheitliches Entwicklungs- und Förderangebot.
Ganz allgemein gesagt, erleichtern Tiere die Kontaktaufnahme und können die Teilnahme an einer Therapie fördern. Gegen eine Vielzahl von “Risikofaktoren”, die den Alltag alter Menschen bestimmen, können Therapiebegleithunde entgegenwirken z.B.: gegen Vereinsamung, Gefühlsverarmung, Unterforderung, mangelnde Geborgenheit, Langeweile und fehlender Körperkontakt.
Bei Demenzen kann der motorischen Unruhe entgegengewirkt werden.



Patienten, die früher ein eigenes Tier besaßen, bleiben länger ruhig sitzen, entwickeln wieder Aufmerksamkeit und erzählen von früheren Erlebnissen. Vermehrt werden wieder sinnvolle, zielorientierte Tätigkeiten ausgeführt. ... wie z.B. streicheln. Tiere wirken zusätzlich stimulierend und es können in Kombination mit verhaltenstherapeutischen Interventionen, Verhaltensänderungen erreicht
werden.
Wenn die Therapie immer am selben Ort, zur selben Zeit, mit den selben Personen stattfindet, ist dies ein Mittel zur Förderung der Orientierung und der Aktivierung.
Mit Hilfe von Tieren kann das Gedächtnis, besonders das Langzeitgedächtnis, trainiert werden. Die Erinnerung an die Vergangenheit stellt ein wichtiges therapeutisches Potential dar.
Da bei Dementen das Langzeitgedächtnis am längsten erhalten bleibt, kann ein Gespräch über Vergangenes ein Erfolgserlebnis vermitteln und in weiterer Folge das Selbstbewußtsein und das Gefühl der eigenen Identität stärken und im Sinne des Realitäts-Orientierungstrainings als Brücke zur Gegenwart dienen. Tiere können sehr gut von momentanen Problemen und Beschwerden ablenken.
                                    
Ein weiteres Ziel ist es, die Kommunikation und die Interaktion zwischen, den Heimbewohnern oder Patienten zu verbessern. Tiere werden beim Abbau von Ängsten eingesetzt. Mit Hilfe der systematischen Desensibilisierung und der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen, wird eine Verminderung der Angst erreicht. Dem Tier kann hier die Funktion eines Brückenbauers zwischen Klient und Therapeut zukommen. Zusätzlich vermitteln Hunde sehr oft Sicherheit während der Konfrontation mit angstauslösenden Reizen. Der Umgang mit Hunden trägt durch Bewegung zum Training von Muskeln und Gelenken bei. Positive Auswirkungen lassen sich ebenfalls in Bezug auf  die Verdauung und das Herz-Kreislaufsystem feststellen. Streicheln führt zu einer Reduzierung von Spannungszuständen. Besonders Hunde können einer Verminderung des Selbstwertgefühls entgegenwirken.

Misshandelte oder missbrauchte Kinder zeigen oft Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung und einer “gefrorenen” Wachsamkeit, die durch Furchtsamkeit gekennzeichnet ist. Diese Kinder können auf Zuwendung nur schwer ansprechen. Besonders Hunde, die diese
Aufmerksamkeit und Zuneigung vermitteln, können dies erleichtern. Tiere sind aber auch bei der Prävention psychischer Störungen sinnvoll einzusetzen.Tiere können gegen Schulängste eingesetzt werden und dienen hier als positiver Verstärker. Sie werden beim Abbau von Phobien eingesetzt.   Motorik und Feinmotorik können über Hunde trainiert werden.  

Die Einsatzmöglichkeiten für ein ausgebildetes Therapieteam sind sehr vielfältig. Nach Absprache machen sie Besuche, z.B. in Alters- und Pflegeheimen, Kindergärten, Förderschulen, Heime für Behinderte.



Als Co-Therapeuten werden sie eingesetzt in psychiatrischen Kliniken, gerontologischen Stationen oder sie dienen als positive Motivation für Schüler von Schulpädagogen oder Logopäden.

Diverse wissenschaftliche Studien belegen die positive Wirkung von Tieren auf Menschen. Bereits 1983 berichtete Guttmann et al. über die positive Steigerung des Wohlbefindens, einer höheren Motivation bei Kindern und deren sozialen Kontakte. Nachgewiesen sind gesundheitsfördernde Effekte, wie Blutdrucksenkung und die Reduzierung des Bedarfes an Psychopharmaka.

Nicht jeder Hund eignet sich zum Therapiebegleithund. Er muß wesentliche Grundvoraussetzungen aus seinem Naturell mit sich bringen. Wichtige Wesensmerkmale sind Aggressionslosigkeit, Menschenbezogenheit, Geduld und Gelassenheit. Therapiebegleithunde müssen stark belastbar sein, da sie mit Situationen konfrontiert werden, die eine hohe Wesensfestigkeit voraussetzen. Therapiebegleithunde müssen über einen guten Grundgehorsam verfügen.

Quelle: Wismarer Therapiebegleithunde e. V.



2. Projekt Kindergarten und Kindertagesstätte:



Termin Infoveranstaltung: 29.01.2010

Ort wird noch bekannt gegeben!

Uhrzeit: 9-12 Uhr

Besonders der Einsatz von Hunden wirkt vielfältig. Hunde als Eisbrecher, Seelentröster und Motivator. In der alltäglichen Umgebung begegnet das Kind vielen Hunden. Die Art und Weise wie Kinder sich richtig gegenüber Hunden verhalten ist aber eher ein positiver Nebeneffekt. In erster Linie geht es um die Förderung der Sozialen Kompetenzen, Weiterentwicklung der Grob- und Feinmotorik, Hilfe für adipöse Kinder. Die Hunde sind ausgebildete Therapiehunde und geben den Kindern ein Gefühl von angenommen sein. Diese Therapiehunde stärken durch verschiedenste Übungen das Selbstbewusstsein der Kinder. Ebenso steht die Förderung von Konzentration im Vordergrund.
Um hier ein Beispiel zu geben: Verschiedene Symbolkarten sind jeweils mit einer Aufgabe verbunden. Ein Kind zieht eine Karte muss sich an die Aufgabe erinnern, z. B. für den Hund Wasser holen (soziale Kompetenz)  oder auch eine kleine Kommunikationsaufgabe den Hund zu beschreiben. Zum Beispiel welche Farbe das Fell hat oder wie es sich anfühlt (Wahrnehmungsaufgabe). Es gibt viele Möglichkeiten den Kindern über den Hund motiviert Dinge beizubringen oder ihn als Belohnung zu begreifen. Das wird jeweils mit den Erzieherinnen gemeinsam erarbeitet, was gerade den Kindern vermittelt werden soll. Darauf entwickeln wir den Einsatzplan, der aus vorbereitenden Theoretischen Einheiten besteht an denen der Hund nicht teilnimmt und an praktischen Einheiten, die der Hund unterstützt.

Für weitere Informationen können Sie gerne unsere Infomappe anfordern oder an der Informationsveranstaltung teilnehmen.

Besonders geeignet ist das Programm: Therapiehund im Kindergarten für die Kinder, die dann als nächste eingeschult werden, aber auch für die Jüngeren.

Kosten auf Anfrage



 
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